PROGRAMME


Broken Concert

Plenum öffnet im Programm “Broken Concert” außergewöhnliche Freiräume um Alte und Zeitgenössischer Musik auf neue Weise zu entdecken. Renaissance-Werke von Josquin Desprez und Melchior Franck, die fixer Teil des traditionellen Repertoire des Blockflöten-Consorts sind, werden in eine zeitgenössisch-abstrakte Umgebung gesetzt und blühen gerade durch diese Erfrischung neu auf. In dieser Antithese verschmilzt die Polyphonie der Renaissance mit der Vielschichtigkeit der freien Improvisation. Für jedes Konzert lädt PLENUM einen Gast ein, der die entstehende Verbindung im gleichzeitig neuen und alten Blockflöten-Consort bricht und interveniert, unterstützt und schmeichelt.
PLENUM hatte bisher die Freude dieses Programm gemeinsam mit Charlie Fischer und Katharina Ernst aufzuführen.


Drawn In

Eintauchen, wahrnehmen, versinken. 50 Minuten langsame Entwicklungen, wummernde Bässe, sphärische Klänge. Sieben Bassblockflöten generieren eine wohlige Fläche in der das Publikum zum Versinken eingeladen wird. Ein Spiel mit Extremen für das Publikum als auch für die MusikerInnen selbst.


In Paradise

Die unterschiedlichen (Be)deutungen des Begriffs Paradies, als Garten einerseits, als himmlisches Refugium andererseits, oder auch das Paradies auf Erden, sei es nun der Garten Eden konkret oder die Sinnlichkeit des Menschen und das Bedürfnis danach, mit Kunst die Welt zu begreifen, finden ihren Platz in diesem Programm. Alle Stücke kreisen dezidiert um dieses Thema. Gemeinsam mit der Mezzosporanistin Anna Clare Hauf verbindet PLENUM dabei Musik der englischen Renaissance des 16. Jahrhunderts mit aktuellen Kompositionen von Pauline Oliveros, Burkhard Stangl und Gunther Schneider, die eigens für das Ensemble entstanden.


6 : 1

Die "1" steht für ein In Nomine, dessen eigentlicher Ausgangspunkt die um 1528 komponierte sechsstimmige Messe Gloria tibi Trinitas von John Taverner (um 1495–1545) ist. Die "6" steht nun für sechs weitere Schichten, die von den MusikerInnen des Ensembles PLENUM neu geschrieben werden. Sechs kurze Kompositionen, die sich auf die "In Nomine" Grundschicht/Tradition beziehen, diese dekonstruieren und an ihr kratzen.


6-12-36

Mit „6-12-36“ präsentiert PLENUM ein neues Programm, das speziell für die Konzertreihe „open music“ und das Grazer Haus der Architektur als spannende Location entstanden ist. Liegend, sitzend, stehend ... oder durch den Raum wandelnd: der Wahrnehmung sollen bei diesem Konzert keine Grenzen gesetzt, sie immer wieder aufs Neue angeregt werden. Das Publikum erwartet eine wohlige, sich langsam entwickelnde Klangfläche, die zum Versinken einlädt. Aber nicht nur der mannigfaltige Klang der viereckigen Bassblockflöten soll dabei im Zentrum stehen, sondern auch das Erleben des Raumes selbst. PLENUM bietet dem Publikum die Möglichkeit, das Stück von unterschiedlichen Hör-Orten aus wahrzunehmen und das Hör-Erlebnis auch selbst zu beeinflussen.